Wohl kaum ein anderer Herrscher geniesst denselben gesellschaftlichen Status wie der Kalif. Er ist nicht nur gleichzeitig das weltliche und religiöse Oberhaupt des Kalifates und der ganzen Welt, ihm kommt als Leiter der Gemeinde auch eine Verehrung zu, die seinesgleichen sucht. Als solcher pflegt er auch eine enge Bindung zum Volk, was sich etwa im Audienzrecht für alle Muslime auszeichnet. Gerade die Nähe zum Volk hat ihn zu einem omnipräsenten Vater, Anführer und Lehrer werden lassen, dem das ganze Volk zu Füssen liegt.
 

Die Machtfülle des Amtes und die hohe Würde haben jedoch zu einem sehr strengen Protokoll geführt, was dem Umgang mit dem Kalifen angeht. Der Kalif ist stehts mit Maulana anzusprechen, was vom Wesirat des Äusseren mit "Kaiserliche Majestät" ins Dreibürgische übersetzt wird, jedoch werden ausländische Kaiser niemals mit Maulana angesprochen. Es ist allen verboten, sich mehr als zwei Armlängen dem Kalifen zu nähern, davon ausgenommen sind die über zweitausend Prinzen der Naufalitischen Dynastie. Niemand darf den Kalifen ansprechen, es liegt immer an ihm ein Gespräch zu beginnen. Beim Gespräch ist es Verboten, ihm direkt in die Augen zu sehen und wenn der Kalif vorbeigeht, haben sich alle zu verbeugen. Ein Nichtrespektieren der Verhaltensregeln in der Anwesenheit des Kalifen wird hart bestraft.